GERÄTE Herausnehmbare Geräte Alle herausnehmbaren Geräte werden individuell für den Patienten geplant und hergestellt. Sie bestehen aus einer Kunststoffbasis sowie aus Drahtelementen und Schrauben. Die Zahnspangen können in unterschiedlichen Farben, mit Einlegebildern und Glitzerpartikeln angefertigt werden, um die Akzeptanz der Kinder zu erhöhen. Herausnehm- bare Zahnklammern gibt es entweder einzeln für Ober- und Unterkiefer oder aus einem Stück für beide Kiefer zusammen. Die Apparaturen sollten nachmittags und nachts getragen werden (zwischen 12 und 18 Stunden proTag). Die Multibracket-Apparatur („feste Zahnspange“) Eine feste Klammer besteht aus Brackets, die mit Kunststoff auf den Zähnen befestigt werden und aus einem Draht, der in diese Brackets hineingelegt wird. Durch die Rückstellkraft des Drahtes wird Druck auf die Zähne ausgewirkt, um sie zu bewegen. Brackets bestehen in der Regel aus Metall. Es gibt für ästhetisch anspruchsvolle Patienten aber auch kaum sichtbare Brackets aus Keramik. Manche Zahnbewegungen lassen sich besser oder nur mit einer festen Apparatur durchführen. Die Zähne können körperlich in alle Richtungen bewegt werden, die Zahn- achsen können eingestellt und Zahndrehungen bewirkt werden. Der Positioner Der Positioner ist ein Gerät zur Feineinstellung von Zähnen und Zusammenbiss, den man nach einer erfolgten Behandlung mit einer festen Spange einsetzt. Er hat sich sehr gut bewährt und ermöglicht es, die Zähne in der Schlussphase der Behandlung in eine ideale Position (Positioner) zu bringen. Der Positioner wird individuell aus einem gummi-elastischen, durchsichtigen Material gefertigt. Der Retainer Während einer kieferorthopädischen Behandlung werden teilweise sehr umfangreiche Zahnbewegungen durchgeführt. Je enger die Zähne am Anfang standen und je größer die Zahnbewegung war, umso mehr neigen die Zähne dazu, in ihre alte Position zurückzuwandern. Auch durchbrechende Weisheitszähne können die Zähne wieder verschieben. Besonders schade ist, wenn ein schönes Endergebnis dadurch wieder schlechter wird. Deswegen ist es sinnvoll, einen festsitzenden Haltedraht mit Spezialkunststoff auf die Innenseite der Frontzähne anzubringen Von Außen ist der Retainer nicht sichtbar. Der Retainer sollte halbjährlich kontrolliert werden, dass sie nicht durch das Abbeißen harter Nahrung verbogen oder gebrochen sind. Wie lange der Retainer insgesamt zu Stabilisierung der Zahnstellung verbleiben sollte, ist individuell unterschiedlich und von vielen Faktoren abhängig wie z. B. das Ausmaß der ursprünglichen Zahnstellung. Glattflächenversiegelung Festsitzende Behandlungsapparaturen bieten Zahnbelägen vermehrte Anlagerungsmöglichkeiten, besonders an den Rändern von Bändern und Brackets (Bracketumfeld), welche bei unzureichender Entfernung Schäden am Zahnschmelz und Zahnfleischentzündungen verursachen können. Aus diesem Grund muss, solange die Brackets auf den Zähnen sind, die Mundhygiene engmaschig kontrolliert werden. Um das Risiko solcher Entkalkungen auf den Zahnglattflächen zu minimieren, können wir vor und während der Behandlung die gesamten Glattflächen mit einem Schutzlack versiegeln. Invisalign® Apparatur Die Schienen sind im Mund nicht sichtbar und beeinträchtigen auch die Sprache nicht. Die Aligner® bestehen aus einer dünnen transparenten Folie und werden nach den Vorgaben des Kieferorthopäden mit Hilfe eines komplizierten computerunterstützten Verfahrens hergestellt. Jeder Patient erhält je nach Größe und Umfang der Zahnbewegung ca. zwischen 12 und 40 Schienen pro Kiefer. Die Schienen werden in einer bestimmten Reihenfolge nacheinander getragen. Mit jedem Aligner® wird ein kleiner Anteil der Fehlstellung beseitigt. Die Tragezeit pro Schiene beträgt zwei Wochen à 22 Stunden täglich. Eine Invisalign®-Behandlung kann nur von einem geschulten und Invisalign®-zertifizierten Kieferorthopäden durch- geführt werden. Sportmundschutz Sportlich aktiv zu sein ist gesund, macht Spaß und fördert das Wohlbefinden. Unter den Sportarten sind gefährliche und schnelle, wie z.B. Inlineskaten, Skateboardfahren, Hockey, Eishockey oder Boxen. Zahnfrakturen oder Zahnverluste zählen zu den häufigsten Sportverletzungen, wären allerdings leicht mit Hilfe eines individuellen Sportmundschutzes vermeidbar. Um den maximalen Schutz zu bieten, sollte der Sportmundschutz individuell hergestellt und angepasst werden. Auch Alter und Sportart spielen bei der Anfertigung eine Rolle.
Dr. med. dent. Sabine Dietze-Sauer * Neuer Markt 9-13, 59457 Werl * Tel. 02922-8033372, Fax 02922-8033374 * E-Mail: info@kfo-werl.de
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